Hessen

Haben Sie am12. Mai noch nichts vor? Dann nutzen Sie doch das spannende und vielfältige Angebot zum 36. Internationalen Museumstag. Über 200 Museen in Hessen laden an diesem Tag ein, hinter die Kulissen zu schauen, Sammlungen und Archive zu erforschen und natürlich auch an umfangreichen Mitmachaktionen und Führungen teilzunehmen. Es gibt viel zu sehen und zu erleben, mit Sicherheit auch in Ihrer Nähe. Hier eine Auswahl: Der Eintritt ist frei!

Das Büchnerhaus in Riedstadt Goddelau ist Ort der landesweiten Auftaktveranstaltung des Internationalen Museumstages in Hessen. Sie reiht sich ein in das Programm des Büchner-Gedenkjahres 2013, das das Schaffen des bedeutenden Dramatikers, Sozialkritikers und Revolutionärs anlässlich seines 200. Geburtstags mit zahlreichen Veranstaltungen würdigt. Im Zentrum des Internationalen Museumstages steht natürlich das Büchnerhaus, das sich als kleines und feines Literaturmuseum präsentiert. Das Geburtshaus Georg Büchners ist der letzte Originalschauplatz, der an den bedeutenden Dramatiker erinnert. Der Festakt beginnt um 11 Uhr und wird mit der Musikgruppe Molwert mit Liedern aus dem Vormärz und einer Rezitation aus Dantons Tod mit dem Schauspieler Christian Wirmer umrahmt. Das Büchnerhaus steht für die Besucher bis 18 Uhr offen.

Vonderau Museum

Für einen Familienausflug am Muttertag ist das Vonderau Museum in Fulda bestens gerüstet. Los geht es um 10:30 Uhr im Planetarium. Wer hat den Mars rot angemalt? Das ist die Frage im Astromärchen für Kinder ab 4 Jahren. Die Vorführung "Augen im All" ist dann eher für Erwachsene und Jugendliche gedacht und startet um 15:30 Uhr. Rumpel, das Rhöner Umweltmobil, lädt in die Welt der kleinen und großen Tiere in der Naturkundeabteilung ein und um 14 Uhr gibt es eine kreative Überraschung zum Muttertag….Richtig laut wird es dann um 15 Uhr, wenn die Trommler-Combo der Jugendkulturfabrik die Besucher zu einer abenteuerlichen Tour durchs Museum führt.

 

Museum und Gedenkstätte Trutzhain

Wer in Mittelhessen zu Hause ist, sollte in Schwalmstadt vorbeischauen. Das Museum und Gedenkstätte Trutzhain eröffnet eine Sonderausstellung zur Kunstblumenfabrik Lumpe. Sie gehörte zu den ersten Gewerbetreibenden, die sich nach Flucht und Vertreibung 1948 in den ehemaligen Baracken des Kriegsgefangenenlagers Stalag IX A ansiedelten. Die Fabrik musste im Jahr 2000 ihre Türen schließen, aber  alles ist bis heute unverändert. Maschinen, Stoffe, Model, Stechuhr und natürlich viele Kunstblumen in allen Farben und Formen gibt es zu entdecken. Die Ausstellung wird um 11 Uhr eröffnet und im Anschluss daran kann die ehemalige Produktionsstätte besichtigt werden. Wer Lust und Zeit hat, kann sich auch den brandneuen Film über die Geschichte der Kunstblumenfabrik Lumpe anschauen und mit der Filmemacherin diskutieren. Wer Trutzhain und seine Geschichte noch nicht kennt, sollte unbedingt um 14 Uhr die Führung durch den geschichtsträchtigen Ort mitmachen.

Stadt- und Industriemuseum Rüsselsheim

Festungsbau und Handwerk am Bollwerk: das Stadt und Industriemuseum Rüsselsheim am Main bietet den ganzen Tag ein reichhaltiges Mitmachprogramm für Kinder und Jugendliche an. An die Festung Rüsselsheim wurde vom 14. bis zum 17. Jahrhundert immer wieder Hand angelegt. Handwerker und zu Frondiensten verpflichtete Bauern reparierten und erweiterten die Anlage. Doch wie arbeiteten die Menschen ohne Bagger und Bohrmaschine? Wie lebte es sich in der Festung? Welche Handwerke siedelten sich an? Mit Workshops und Führungen am Nachmittag für Eltern und Kinder wird die Vergangenheit rund um die Festung lebendig.