Meine Lieblingsapp "Sketchbook Express"

War ich bisher – wenn überhaupt – mit Bleistift und Skizzenblock in der Ausstellung unterwegs, habe ich am vergangenen Wochenende zum ersten Mal eine Zeichen-App getestet. Überrascht über die schnell zu erzielenden und schönen Ergebnisse werde ich im Folgenden kurz vorstellen, welche Erfahrungen ich mit der App „SketchBook Express“ gemacht habe.
Erster Vorteil der App: Sie kann kostenfrei im Google-Play-Store heruntergeladen werden. Das geht auch ohne Probleme unterwegs. Nicht kostenfrei ist die Pro-Version der App, die sich als professionelles Instrumentarium vor allem an Grafiker und Designer richtet.

In einem Intro wird die App dem Benutzer zu Beginn in wenigen Schritten vorgestellt. Die intuitive Oberfläche der App beugt jedoch insgesamt einer langen Einarbeitungsphase vor. Ein kurzes Klicken durch die Funktionen hilft, um sich in wenigen Minuten mit den verschiedenen Möglichkeiten der App vertraut zu machen. Für Detail-Fragen und Anregungen gibt es außerdem eine Vielzahl von Tutorials im Internet.
Wenn du „SketchBook Express“ auf deinem Handy oder Tablet startest, erscheint zunächst ein weißer Hintergrund. Neben einer Farbpalette findest du am oberen Rand ein Tool-Kit verschiedener Stifte, Pinsel und Marker. Durch die Regulierung von Radius und Opazität der Malwerkzeuge sind  deiner Fantasie nun keine Grenzen gesetzt. Du kannst einfach drauf los zeichnen oder es dir – wie ich –  etwas einfacher machen und dich zunächst an einer Collage einer Fotografie versuchen.



Dazu habe ich in einem ersten Schritt ein Foto aus „Maya – Sprache der Schönheit“ aus meiner Fotogalerie importiert. Alternativ kannst du mit der App auch direkt auf die Kamera deines Handys zugreifen. Mit einem schwarzen Stift habe ich dann zunächst die Umrisse des Objekts skizziert. Zum Reinzoomen müsst ihr, um nicht jedes Mal einen Strich zu zeichnen, zwei Finger benutzen. Anschließend habe ich meine Skizze mit Pinseln und Markern farblich gestaltet.
Ein großer Vorteil der App ist die Möglichkeit verschiedene Ebenen anzulegen. So habe ich Foto, Skizze und Pinsel auf drei verschiedenen Ebenen abgelegt, die sich durch einen Klick auf das Augen-Symbol ein- und ausblenden lassen. Für Einsteiger vielleicht zunächst etwas gewöhnungsbedürftig, für alle Photoshop-Kenner jedoch ein sehr nützliches und einfach verständliches Tool. Leider stehen insgesamt nur drei Ebenen zu Verfügung, was den Malspaß etwas einschränkt.
Wer ein „Zeichen-Tablet“ besitzt ist bei dieser App klar im Vorteil. In der Anmutung mit den vielen erstklassigen Beispielen im Internet nicht direkt vergleichbar, lassen sich jedoch auch vom Ungeübten ohne entsprechendes Equipment mit der App schnell schöne Bilder zeichnen. Also rein in die Museen und ran ans Tablet!

Melanie Kölling